Schutz für die lieben Kleinen15.08.2010
Versicherungsschutz ist nicht nur ein Thema für Erwachsene sondern auch für Kinder. Die sozialen Sicherungssysteme bieten nur eine Basisversorgung wenn etwas passiert. Hier einige Tipps welche Versicherungen für die lieben Kleinen wirklich Sinn machen.
Das Wichtigste vorab: Kinder sind in erster Linie wirtschaftlich abhängig von ihren Eltern und deren Einkommen! Deshalb sollte zu allererst die Absicherung der Versorger gegen Einkommensausfälle und Tod im Vordergrund stehen. Dies gilt für beide Elternteile und nicht nur für den Hauptverdiener. Denn nur wenn die Eltern finanziell abgesichert sind gilt dies auch für ihre Kinder.
Absicherung gegen Invalidität
Aber was passiert wenn ein Kind durch einen Unfall oder durch Krankheit schwer pflegebedürftig wird? Diese Frage müssen sich die Eltern von gut 170.000 Kindern in Deutschland stellen, denn der Staat zahlt hier, je nach Pflegestufe, lediglich zwischen 205€ und 655€ pro Monat. Einen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung haben Kinder auch erst ab dem Besuch einer Betreuungseinrichtung wie einem Kindergarten. Also auch nur im Kindergarten und auf dem Weg dorthin.
Da ein behindertes Kind zum Teil sein Leben lang auf die Hilfe anderer angewiesen bleibt, ist auch der Kapitalbedarf dafür hoch. Es empfiehlt sich deshalb frühzeitig eine private Unfallversicherung mit entsprechend hohen Invaliditätsleistungen abzuschließen. Da hier, wie der Name schon sagt, lediglich Unfallfolgen abgesichert sind bietet sich alternativ bzw. ergänzend eine Kinderinvaliditätsversicherung an. Für diese ist unerheblich ob die Invalidität durch einen Unfall oder durch Krankheit verursacht wurde. Dies gilt auch für im Nachhinein festgestellte erbliche Krankheiten oder Geburtsfehler.
Geleistet wird entweder eine Rente oder eine Kapitalauszahlung, aber es gibt auch Tarife die Beides leisten. Ein Abschluss der oben genannten Versicherungen ist meist schon ab der sechsten Lebenswoche des Kindes möglich.
Kinder als Privatpatienten
Wenn der Sprössling krank wird wollen ihn die Eltern bestens versorgt wissen. Was für Erwachsene gilt, gilt hier auch für Kinder: Wer privat Krankenversichert ist genießt Vorzugsbehandlung. Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung kann der kleine Patient im Fall des Falles mit Leistungen weit jenseits des kassenärztlich verordneten rechnen und schnell wieder gesund werden.
Haftpflicht auch für Kinder
Kindlicher Leichtsinn kann teuer werden! Zwar sind Kinder unter sieben Jahren nicht deliktfähig, im Straßenverkehr unter zehn Jahren, trotzdem können durch kindlichen Leichtsinn beträchtliche Schäden entstehen. Wichtig ist hier, dass die private Haftpflichtversicherung für Schäden durch deliktunfähige Kinder aufkommt! Nicht alle Versicherungen und Tarife erfüllen diese Eigenschaft, deshalb sollte der Versicherungsschutz dringend überprüft werden wenn der Nachwuchs da ist.
Die Rentner von Übermorgen
Jedem sollte mittlerweile bewusst sein, dass die gesetzliche Rentenversicherung zukünftig nur noch eine minimale Grundsicherung darstellen kann. Das aktuelle Renteneintrittsalter von 67 Jahren dürfte bis 2050 auf mindestens 70 Jahre ansteigen und das Rentenniveau deutlich sinken (auch wenn dies die Politik jetzt noch nicht zugeben will). Unsere Nachkommen werden beim Thema Rente das Nachsehen haben. Deshalb ist frühzeitige Vorsorge notwendig, am besten bereits ab Geburt.
Wer monatlich 100€ bei einem Zinssatz von 5% für 50 Jahre anlegt, der beschert seinem Nachwuchs bereits ein Kapital von 258.000€ und investiert selber nur 60.000€. Zinseszins sei Dank!
Omas, Opas, Onkel und Tanten können hier Enkeln, Neffen und Nichten langfristig mehr Freude bereiten als mit Teddybär Nummer 42.
Zukunftsbausteine bei Kinderrenten
Die oben genannten Rentenversicherungen für Kinder lassen sich mit vielen zusätzlichen Bausteinen noch verbessern. So kann zum Beispiel eine Versorgerabsicherung eingeschlossen werden, bei der die Versicherung die zukünftigen Beiträge bis zum 25 Lebensjahr übernimmt sollte der Versorger versterben oder berufsunfähig werden.
Ein noch zukunftsweisender Baustein ist die Option eine Berufsunfähigkeitsversicherung für den Nachwuchs ab dem 15. Lebensjahr abschließen zu können. Clou dabei ist der Verzicht auf die Gesundheitsfragen!
Wer also für sein Kind sinnvoll vorsorgen will, dem stehen mannigfaltige Möglichkeiten offen. Mit wenigen Policen und einem überschaubaren Aufwand ist für das Kind das finanzielle Wohlergehen gut abgesichert.
Für eine qualifizierte Produktauswahl, Fragen und Tipps rundum die Absicherung von Ihnen und Ihren Kindern steht Ihnen die FV Finanz gerne zur Verfügung.
